Bewegte Bilder aus Turrican 3D

Ich bin heute über zwei Videos mit Szenen aus Turrican 3D gestolpert! Turrican 3D war die Fortsetzung der Turrican-Reihe zu einer Zeit, als 3D-Beschleuniger gerade in Mode gekommen waren, vom Turrican-Erfinder Manfred Trenz himself. Leider wurde das Projekt eingestellt. Auf den mir bekannten Screenshots sah das Spiel auch ziemlich unspektakulär aus, aber wenn man sich das Ganze jetzt in Bewegung anschaut, bekommt man schon etwas mehr Lust darauf. Aber schaut selbst:

Dieser Trailer sieht schon sehr nach in den 90ern gerenderten Polygon-Videos mit wilden Kameraschwenks aus, was einen leicht trashigen Eindruck hinterlässt. Die Hintergrundgeschichte, die hier erzählt wird, stellt die Turrican-„Lore“ mal wieder völlig auf den Kopf, auch wenn die Turrican-Serie ja nie besonders storylastig war.

Hier eine kleine Vorschau von 8 Levels aus Turrican 3D. Wie gesagt, in Bewegung sieht das alles gar nicht so schlecht aus. Nun hätte ich es doch gern mal angespielt…

Der beste Schlüsselanhänger, den ich je hatte

Time Boy

Neulich auf dem Dachboden meiner Mutter wiedergefunden: den Time Boy, einen kleinen Game Boy als Schlüsselanhänger, der die Zeit und auf Knopfdruck das Datum anzeigt! Sowas trägt man doch gern an seinem Schlüsselbund.

Zum Glück habe ich einen Arbeitskollegen, der einen Schraubendreher hat, der klein genug für diese winzigen Schrauben auf der Rückseite ist. So konnte ich ihn auch tatsächlich wieder dazu bewegen, die Zeit anzuzeigen.

Auch wenn Nintendo den Game Boy hat sterben lassen: an meinem Schlüsselbund lebt er weiter! ;)

RetroZocker wird zum RetroJunkie

Der große UmzugFast 10 Jahre besteht mein RetroZocker-Blog nun schon. Der ideale Zeitpunkt für große Veränderungen. Hier wird jetzt hinter den Kulissen viel neu gemacht. Ausschlaggebend dafür waren viele Punkte.

Zum einen bin ich bei meinem bisherigen Hoster technisch sehr eingeschränkt. Er hat in all den Jahren eine Top-Erreichbarkeit meiner Webseiten sichergestellt, keine Frage, aber inzwischen möchte ich mehr. Also muss das Blog umziehen. Da zwischenzeitlich noch ein Blog mit dem Namen RetroZocker entstanden ist, besteht hier evtl. auch noch Verwechslungsgefahr. Wäre ich eine Firma, hätte ich wahrscheinlich eine Horde Anwälte auf den Betreiber des neuen Blogs gehetzt. ;) Da ich in der Hinsicht aber entspannter bin, mir keinerlei Einnahmeausfälle dadurch entstehen und ich sowieso gern mal einen anderen Domain-Namen wollte, habe ich mir einfach eine neue Domain ausgedacht, die da lautet: www.retrojunkie.de. Dort wird es ab sofort weitergehen.

Da bei mir schon seit einiger Zeit eine Facebook-Müdigkeit eingesetzt hat und ich mich dort außer in ein paar geschlossenen Gruppen nirgends mehr rumtreibe, werde ich sicher auch in diesem meinem leicht verwaisten Blog wieder mehr schreiben. Aber vielleicht werde ich mein Themenspektrum etwas erweitern, von reinen Retrospiele-Themen zu anderen technischen Themen für Nerds oder auch für Admins. Wir schauen einfach mal.

Also, falls ich wider Erwarten doch noch Leser haben sollte, würde ich mich freuen, euch hier wiederzulesen. :) Bis dahin!

Urheberrecht: Computerspiele können kaum legal archiviert werden – Golem.de

Computerspiele gehören zum kulturellen Erbe einer Gesellschaft. Doch für Museen und Archive gibt es zahlreiche Hürden, wenn sie dieses Erbe bewahren wollen. Das Urheberrecht behindert die Arbeit

Quelle: Urheberrecht: Computerspiele können kaum legal archiviert werden – Golem.de

Lesenswerter Artikel über die Problematiken bei der Konservierung von Computerspielen für nachfolgende Generationen!

Retro-Spektive 2008

Retro-SpektiveGestern erreichte mich eine frohe Nachricht: dieses Jahr findet die Retro-Spektive wieder statt! Und zwar am 26. und 27. Juli von 09:00-19:00 am gleichen Ort wie letztes Jahr, auf halber Strecke zwischen Bremen und Osnabrück. Alle, die davon noch nicht gehört haben, sollten hier mal nachlesen, was in dieser Retro-Computing-Ausstellung hier im Norden zu sehen ist.

Ich war auf der ersten Veranstaltung letztes Jahr und kann nur jedem empfehlen, dort mal vorbei zu schauen. Eine Menge Fotos habe ich geschossen, die ihr euch hier und hier reinziehen könnt. Ich werde auf jeden Fall wieder dabei sein. Und diesmal werde ich auch genug Geld dabei haben, um mich mit Second-Hand-Videospielen der 8-/16-Bit-Ära einzudecken, sofern ich was Schönes finde.

Gerade eben habe ich übrigens ein Video der Retro-Spektive 2007 entdeckt, unterlegt mit schönem Retro-Sound, das einen Überblick über die Ausstellung gibt: Es gibt jetzt ein Teaser-Video zu sehen, schaut es euch mal an:

Warum das PC ProPad 6 das beste Gamepad der Welt ist

InterAct PC ProPad 6Heute möchte ich euch, der werten Retro-Leserschaft, erläutern, warum das InterAct PC ProPad 6 das beste Computer- und Videospiele-Eingabegerät ist, das die Welt je gesehen hat.

Man schaue sich nur die Form des Pads an. Die erinnert uns woran? Richtig, an einen Super Nintendo-Controller. Vier Tasten, rautenförmig angeordnet, auf der rechten Seite; ein digitales Steuerkreuz auf der linken Seite; eine linke und eine rechte Schultertaste. Zusätzlich noch Dauerfeuer-Schieberegler wie beim legendären Ascii-Pad oder anderen Third-Party-Controllern.

Dieses Gamepad ist deswegen so genial, weil es einfach sehr gut in der Hand liegt und man (fast) alles damit spielen kann. Die frühen Ego-Shooter konnte man schon damit zocken, bevor in diesem Genre die Maussteuerung salonfähig wurde. Aber hauptsächlich – und das ist der eigentliche Grund für diesen Beitrag – kann man alle möglichen Emulatoren damit bedienen. Zunächst natürlich erst mal ZSNES und SNES9x. Hat man dort die Tastenbelegung wie beim Original eingestellt, fällt es einem während des Spielens kaum auf, dass man gar kein Original-Pad benutzt. Es funktioniert sogar so gut, dass man glatt eine zünftige Street Fighter II-Schlacht übers Internet schlagen kann. Ferner bieten sich natürlich noch NES- und Game Boy-Emulatoren an, da bei den entsprechenden Geräten die Tasten ja ganz ähnlich angeordnet sind.

Kurz gesagt, die Tatsache, dass man mit diesem Pad einen Haufen Emulatoren optimal bedienen kann, macht es selbstverständlich zum allerbesten Gamepad der Welt. Ist doch klar. Leider gibt es dieses Teil seit einigen Jahren nicht mehr im Handel. Es ist so alt, dass es noch mit einem Gameport-Anschluss daherkommt. Zum Glück gibt es Gameport -> USB-Adapter, mit denen man alte Zocker-Hardware auch heute noch verwenden kann. Den Göttern sei Dank. Und ich hoffe, dass dieses Ding noch viele Jahre durchzockte SNES-Klassiker durchhält. Ich bin da aber zuversichtlich, da das Teil ziemlich robust ist. Trotzdem, eine Neuauflage mit USB-Anschluss wäre wirklich wünschenswert.

König Koopa und seine Kinder

Bowsers KinderDas Verhältnis von Bowser zu seiner Familie ist ja auch etwas undurchsichtig. Wie man im Verlauf von Super Mario Bros. 3, Super Mario World und wie hier in dessen Abspann sehen kann, hat Bowser irgendwann zwischen SMB 1 und 3 sieben Kinder gezeugt, die natürlich, ganz der Vater, den Einwohnern in Pilzkönigreichen und auf Inseln das Leben schwer machen. Da stellt sich schon mal die Frage: wer ist die Mutter? Die wird nämlich in keinem einzigen Titel, der auch nur entfernt mit Mario zu tun hat, erwähnt. Die zweite Frage, die sich aufdrängt: welches weibliche Wesen kann überhaupt auch nur auf die Idee kommen, mit einem großen, stachelpanzerigen, gehörnten, ungehobelten Riesenschildkröterich intim zu werden? Na, vielleicht will ichs lieber gar nicht wissen.

Zurück zum Thema. Keine Ahnung, was mit den Kids passiert ist, denn spätestens seit Super Mario 64 scheint es so zu sein, als ob sie nie existiert hätten. Vielleicht war Bowser zu dieser Zeit auch bloß wieder auf Brautschau, denn von irgendwelchem Nachwuchs seinerseits gibts keine Spur. Was ist aus den Söhnen und der Tochter geworden? Hat Bowser sie allesamt verstoßen, weil sie gleich zweimal hintereinander versagt haben?

Bowser Jr.Als nächstes konfrontiert uns Super Mario Sunshine mit einem neuen Abkömmling Bowsers: Bowser Jr.. War Bowsers Brautschau etwa erfolgreich? Und auch hier die Frage: wer ist eigentlich die Mutter? Dieselbe Frage scheint er aber auch seinem Vater gestellt zu haben, denn der lässt seinen Sohn in dem Glauben, die Mutter wäre Prinzessin Toadstool. Peach. Das ist immerhin nicht völlig abwegig, hat Bowser die Prinzessin doch schon unzählige Male problemlos in seine Gewalt gebracht. Aber wie soll das vonstatten gegangen sein? Hat Bowser Peach etwa vergewaltigt? Ist ja widerlich. Zum Glück erfahren wir im Abspann von Super Mario Sunshine, dass sie eigentlich doch nicht seine Mutter ist. Dem Himmel sei Dank, die Abenteuer von Mario können wohl auch in Zukunft jugendfrei bleiben.

Aber wie stehen seine älteren Geschwister nun zu Bowser Jr.? Sind sie nicht neidisch auf die offensichtliche Bevorzugung des Jüngsten seitens des Alten? Oder ist denen das scheißegal? So viele Fragen, so wenige Antworten. Man darf gespannt sein, ob vielleicht Super Mario Galaxy Licht in dieses Dunkel bringen wird.

Der Birdo-Irrtum

Die Welt ist nun schon seit 18 Jahren einem Irrtum erlegen. Es geht um die Videospiele-Figur „Birdo“, die ihren ersten Auftritt in „Super Mario Bros. 2“ hatte.

Abspann Super Mario Bros. 2 (NES)Zur Vorgeschichte: wir ihr vielleicht wisst, sind in Japan und USA/Europa zwei unterschiedliche Versionen von Super Mario Bros. 2 erschienen. Das eigentliche Spiel, das zunächst nur in Japan erschienen ist (und später als „Super Mario Bros. – The Lost Levels“ in Super Mario All-Stars fürs Super Nintendo neu aufgelegt wurde) war den Verantwortlichen von Nintendo in Japan zu schwierig für den US- und Europa-Markt. Daher wurde kurzerhand das Spiel „Doki Doki Panic“ genommen, einige Sprites verändert sowie die vier Helden in Mario, Luigi, Toad und Prinzessin Toadstool umgewandelt (in Japan hieß diese Variante später nur „Super Mario USA“). Da dieses Spiel also eigentlich gar nicht auf der Super Mario-Reihe basierte, gab es auch die üblichen Gegner wie Koopas und Goombas nicht, stattdessen jede Menge neuer Gestalten. Und eine davon war „Birdo“.

Abspann SMB 2 in Super Mario All-StarsNun ist es allerdings so, dass Birdo scheinbar gar nicht Birdo heißt! Das ist mir schon vor Jahren auf dem NES aufgefallen. Wenn man sich den Abspann von Super Mario Bros. 2 aufmerksam anschaut, in dem alle Gegner mit Namen aufgeführt werden, sieht man, dass in Wahrheit der Vogel-Strauß-mäßige Gegner Birdo heißt und das rosa, eierspuckende Saurierwesen eigentlich „Ostro“ ist. Zum Beweis habe ich vom Abspann der NES-Version einen Screenshot an der entsprechenden Stelle gemacht.

Abspann Super Mario AdvanceGut, man kann jetzt argumentieren, dass Nintendo einfach ein Fehler in diesem Abspann unterlaufen ist, eine These, die vor allem dadurch untermauert wird, dass Birdo noch Jahre später in Mario-Spielen unter diesem Namen (also Birdo jetzt) auftaucht. Trotzdem scheint ihnen das erst nach relativ langer Zeit aufgefallen zu sein, denn der Abspann von SMB 2 in Super Mario All-Stars enthält noch immer denselben Fehler. Erst in Super Mario Advance für den Game Boy Advance, das ja bekanntermaßen ein weiteres SMB 2-Remake ist, wurde dieser Fehler im Abspann korrigiert.

So, damit ist es öffentlich! Der Skandal aufgeklärt! Nintendo hat den Namen eines ihrer eigenen Charaktere verwechselt! Oh mein Gott! Naja. Wer noch mehr über Birdo wissen möchte, dem sei der englischsprachige Wikipedia-Artikel ans Herz gelegt, der sogar Worte über Birdos Transsexualität (!) verliert.

Press Start to play

Ja, damals...Moin zusammen.

Nostalgie. Was bedeutet das für den gemeinen Video- und Computerspieler? Vielleicht, sich mit einem angedeuteten Lächeln an die alten Spiele zu erinnern, mit denen er seine Zockerzeit begonnen hat? Oder, dass er außer Emulatoren für alle Computer und Konsolen der 80er weiter nichts an Software auf seinem Rechner installiert hat? Irgendwo zwischen diesen beiden Extremen bewege ich mich.

Ich denke, ich werde langsam alt, denn die Phasen, in denen ich ein altes Amiga-Spiel im Emulator starte und in alten Kindheitserinnerungen schwelge, werden immer häufiger. Möglicherweise liegt es aber auch daran, dass bis auf gelegentliche Ausnahmen heutzutage nur noch Mainstream-Ware, ein Einheitsbrei an Spiele-Software erscheint. Ich möchte nicht wissen, wie viele Ego-Shooter und Strategiespiele und Nachfolger von Ego-Shootern und Strategiespielen es mittlerweile gibt. Möchte man das Sequel des Nachfolgers eines Ego-Shooters dann auch wirklich in akzeptabler Qualität spielen, sollte man möglichst schon die neuste Grafikkarten-Generation besitzen.

Ich gebe zu, manchmal kann auch ich mich den Marketing-Tricks eines Publishers oder dem allgemeinen Hype um eine „Neuheit“ nicht entziehen und werde schwach. Aber diese Momente werden immer seltener. Da fange ich dann langsam an, mich an damals zu erinnern, als viele Spiele noch echte Neuheiten waren. Als ein Spiel mich in ferne Welten versinken und mich die wirkliche Welt vergessen ließ. Sicher, früher ist auch schon billige Massenware eine Menge Schrott erschienen, genau wie heute. Aber daran erinnert man sich dementsprechend auch seltener. Man behält nur die echten Klassiker im Gedächtnis. Und dank der Emulatoren kann man heute ja ganz leicht zurück zu den Ursprüngen gehen und wieder in besagten Welten versinken.

Momente wie diese möchte ich zukünftig mit dir, ja, genau dir, teilen. Vielleicht schaffe ich es ja vielleicht sogar, dich zum Fan eines alten Super Nintendo-Spiels zu machen. Demnächst geht es hier los, wenn das „real life“ mir genug Zeit lässt. Dann nehme ich dich mit auf eine Reise in die Vergangenheit.

Game Over.