Die FRITZ!Box und der Nintendo Wi-Fi USB-Stick

Endlich!

Heute geht es mal um ein eher technisches Thema. Wir gehen der Frage nach, wie man mit einem Nintendo DS (lite) zu Hause ins Internet kommt. Der Grund: ich habe es heute endlich geschafft, über einen Nintendo Wi-Fi USB Connector und meine FRITZ!Box WLAN 3170 eine Internetverbindung herzustellen. Natürlich könnte ich dafür auch einfach meine FRITZ!Box direkt verwenden, die kann schließlich WLAN. Das Problem ist nur: Ich habe das WLAN der Box mit WPA2 verschlüsselt, Nintendo DS und DS lite schaffen aber nur die unsichere WEP-Verschlüsselung. So muss ich also jedes Mal, wenn ich z.B. Tetris DS online zocken will, die Box-Konfiguration aufrufen und mein WLAN unsicherer machen, indem ich WEP aktiviere. Das ist kein schöner Zustand. Daher benutze ich nun den USB Connector, der auf einfache Weise meinen DS online zu bringen verspricht. Klappt das wirklich auf Anhieb ohne Probleme? Natürlich nicht. Googlen hilft hier allerdings auch nicht, denn das Internet ist voll von Menschen, bei denen es ebenso wenig funktioniert.

Bei mir klappt es aber nun, wie gesagt. Daher möchte ich mein Wissen mit euch teilen. Bei mir sind folgende Voraussetzungen gegeben:

  • Eine FRITZ!Box WLAN 3170 stellt die Internetverbindung her, die IP-Adressen für die angeschlossenen Rechner sind fest eingestellt. Die Box selbst hat die IP 192.168.178.1.
  • Mein PC hat die IP 192.168.178.2 (und als Standard-Gateway und DNS-Server die IP-Adresse der Box 192.168.178.1) und läuft für diese Aktion hier unter Windows XP.
  • Ein Nintendo DS lite und ein Nintendo Wi-Fi USB Connector.

Jetzt müsst ihr der Reihe nach diese Schritte unternehmen: Read more…

Portabler Turrican

Super Turrican, emuliert auf Nintendo DS mit SnezziDSEin portabler Turrican? Das ist nichts Neues, sagt ihr, schließlich gab es schon vor Jahren Turrican auf dem Ur-Game Boy? Da habt ihr natürlich recht, bloß war jene Turrican 1-Kopie ziemlich grottig (sie war ja auch nicht von Factor 5). Wenn schon Turrican auf einer portablen Konsole, dann gibt es eine bessere Möglichkeit: Super Turrican auf dem Nintendo DS.

Besitzt man die richtige Zusatzhardware, kann man bekanntlich allerlei Homebrew-Software auf dem DS zum Laufen kriegen, angefangen von PDAmäßiger Software über Freeware-Spiele bis hin zu einem kompletten Linux. Das Thema, das mich aber natürlich am meisten reizt, sind die Emulatoren, die es für DS gibt. Nun war ich neulich für ein paar Tage wegen einer Grippe ans Bett gefesselt, da hat man viel Zeit zum Ausprobieren. Ich wollte also mal sehen, wie der Stand der Super Nintendo-Emulator-Entwicklung für DS ist.

So habe ich mir die aktuelle Version von SnezziDS gezogen. Als Testobjekt fungierte Super Turrican. Dann den Emulator mit dem Super Turrican-ROM verbunden, das Ganze auf meine MicroSD-Karte kopiert, die MicroSD-Karte in meinen M3 Lite-Adapter geschoben, den M3-Adapter in den GBA-Slot gesteckt, die Passcard in den NDS-Schacht geschoben, Gerät eingeschaltet, „Super Turrican (E) [!].srm.nds“ ausgewählt… schwarzer Bildschirm… und eine Sekunde später dann die ersten Töne und Bilder des Vorspanns. Unglaublich.

Wie man auf dem Foto erkennen kann, konnte ich Super Turrican nicht nur starten, ich konnte es sogar spielen. Um zu testen, wie weit ich es spielen kann, hab ich es dann auch gleich bis zum Abspann durchgespielt. Es gibt noch Grafikprobleme, wie fehlende Farbverläufe im Hintergrund oder dass die Grafik-Layer nicht in der richtigen Reihenfolge angezeigt werden, wodurch z.B. die Energieleisten im Hintergrund landen oder Hintergründe im Vordergrund. Gegen letzteres Problem gibt es aber eine Tastenkombo, mit der man die Reihenfolgen durchschalten kann, bis es passt. Das Ergebnis kann sich zumindest für Super Turrican wirklich sehen lassen. Die geniale Musik von Hülsbeck wird ebenfalls anstandslos wiedergegeben.

Also, wenn ihr einen Turrican zum Mitnehmen wollt, dann wartet nicht, bis, wer auch immer gerade die Rechte an Turrican besitzt, diesen Franchise wiederentdeckt. Besorgt euch Flash-Hardware für euren DS und Abfahrt. Randnotiz an die Vier Fäuste gegen Ryu, Aulbath und sonstige Street Fighter-Fans: auch Super Street Fighter II läuft recht gut, auf der höchsten Geschwindigkeits-Einstellung ist es allerdings ziemlich knifflig, die Special Moves hinzukriegen.

Und bevor ichs vergesse: schaut noch schnell, soll heißen, bis Sonntag bei gamequickie vorbei und packt euer persönliches Lieblingsspiel in den Spielekoffer!

Bowser ist zurück in der Stadt

New Super Mario Bros.Super Mario. Jeder kennt ihn. Er lief schon durchs Schwammerl-Land, als wir noch zur Grundschule gingen. Nach 20 Jahren seiner Abenteuer ist er zum Inbegriff des Jump’n’Run-Genres geworden. Irgendwann ist er dann auf 3D umgestiegen, was uns wirklich gute Software beschert hat… aber irgendwie war klar, dass die klassischen Jump’n’Run-Zeiten vorbei sind.

Denkste. Mario ist wieder da, in 2D. Und besser denn je. Die Vorgeschichte wird diesmal im Vorspann gezeigt: Mario und die Prinzessin spazieren durch die Gegend. Plötzlich fällt ihnen auf, dass eine Gewitterwolke über Peachs Schloss erschienen ist, die Blitze auf das Dach abfeuert. Mario rennt sofort los, um nach dem Rechten zu sehen. Das war aber nur ein Ablenkungsmanöver, denn kaum ist Mario außer Reichweite, schleicht sich Bowser Jr. an und (wer hätte das gedacht) entführt die Prinzessin. Von da an ist Mario ihm auf den Fersen, ein neues Super Mario-Abenteuer beginnt.

Technisch ist das Spiel wirklich auf der Höhe der Zeit. Trotz der klassisch zweidimensionalen Perspektive besteht es zu einem großen Teil aus Polygonen, was ein paar nette Effekte zulässt. Und obwohl es „nur“ ein Jump’n’Run ist, wird der Touchscreen verwendet: wenn man sich wie zu besten Super Mario World-Zeiten über die Karte bewegt, kann man von Welt zu Welt springen, einfach indem man sie antippt. Und man kann, wie bei SMW, ein Item mit sich rumschleppen, das man während des Spiels durch Antippen auf dem Touchscreen einsetzt.

Da wären wir bei den Items. Der Pilz und die Superblume dürfen natürlich nicht fehlen, der einen größer und stärker macht bzw. die einen Feuerbälle schießen lässt. Oder der Unbesiegbarkeits-Stern. Neu dazugekommen ist der Mini-Pilz, der einen zum winzigkleinen Pixelhaufen schrumpfen lässt. Auf diese Weise kann man weiter springen, weil man leichter ist, durch sehr dünne Röhren kriechen oder auf der Wasseroberfläche laufen. Und es gibt den Mega-Pilz, der einen derart wachsen lässt, dass man fast die gesamte Höhe des Bildschirms einnimmt. So kann man alles niedertrampeln: Gegner, Blöcke, sogar Röhren. Zu guter Letzt wäre da noch der blaue Koopa-Panzer, der Mario in eine Art Koopa-Mario verwandelt und mit seinem Panzer Gegner aus dem Weg kicken kann. Seine in Super Mario 64 erlernten Sprungtechniken hat er auch nicht vollends vergessen: es gibt den Doppel- und Dreifachsprung, den Wandsprung, mit dem man ungeahnte Höhen erreichen kann sowie die Stampf-Attacke.

Die Spiel-Welten sind an schon bekannten Levels aus den bisherigen Super Marios angelehnt, mit dem Unterschied, dass die Welten 4 und 7 versteckt sind. Den Zugang dahin muss man erst finden. Spielentscheidend ist das aber nicht, man kann das Spiel auch so schaffen. Wie es sich für ein Spiel dieser Reihe gehört, endet jede Welt mit einem Schloss, in dem ein Endgegner wartet, in diesem Fall meistens Bowser Jr.. Die kleine Kröte ist aber in jeder Welt äußerst einfach zu erledigen: ein paar Feuerbälle ins Gesicht und er gibt auf. Aber selbst ohne Feuerball-Fähigkeit reichen drei Sprünge auf seinen Bauch. Ein bisschen zu einfach für meinen Geschmack, da gab es schon Schwereres (man erinnere sich nur an die Bowser-Kinder aus SMB 3 und SMW). Auch die meisten Levels sind ohne größere Probleme machbar. Etwas kniffliger wird die Sache, wenn man alle Stern-Münzen finden will, aber auch das ist keine unlösbare Aufgabe. Mit ein bisschen Super Mario-Erfahrung sucht man da nicht lange. Und wenn man sogar Miyamoto himself ein bisschen gut ist, hat man ruckzuck alle Geheim-Levels, alle Warp-Kanonen, die Zugänge zu den Welten 4 und 7 und alle Stern-Münzen gefunden (und damit alle Goodies gekauft).

Dieses Spiel ist gut, richtig gut. Es bietet dringend gebrauchten Nachschub für mein schon ausgestorben geglaubtes Lieblings-Genre, es macht einfach Spaß. Auch die Mini-Spiele sorgen für Kurzweil. Aber entweder werde ich alt oder die Level-Designer sind auch nicht mehr das, was sie mal waren: das Spiel ist einfach viel zu leicht. Es ist noch leichter als Super Mario World, in dem man schon ständig mit Extraleben zugeschüttet wurde. Eine Art „Master Quest“, die man nach erstmaligem Durchspielen freischaltet, die es auch schon bei SMB 1 gab, wäre nicht schlecht gewesen. So kam ich mir die meiste Zeit unterfordert vor. Trotzdem hat Nintendo hier ein schönes Stück Software abgeliefert. Weiter so, mehr davon! Aber nächstes Mal etwas schwieriger, bitte!