Die FRITZ!Box und der Nintendo Wi-Fi USB-Stick

Endlich!

Heute geht es mal um ein eher technisches Thema. Wir gehen der Frage nach, wie man mit einem Nintendo DS (lite) zu Hause ins Internet kommt. Der Grund: ich habe es heute endlich geschafft, über einen Nintendo Wi-Fi USB Connector und meine FRITZ!Box WLAN 3170 eine Internetverbindung herzustellen. Natürlich könnte ich dafür auch einfach meine FRITZ!Box direkt verwenden, die kann schließlich WLAN. Das Problem ist nur: Ich habe das WLAN der Box mit WPA2 verschlüsselt, Nintendo DS und DS lite schaffen aber nur die unsichere WEP-Verschlüsselung. So muss ich also jedes Mal, wenn ich z.B. Tetris DS online zocken will, die Box-Konfiguration aufrufen und mein WLAN unsicherer machen, indem ich WEP aktiviere. Das ist kein schöner Zustand. Daher benutze ich nun den USB Connector, der auf einfache Weise meinen DS online zu bringen verspricht. Klappt das wirklich auf Anhieb ohne Probleme? Natürlich nicht. Googlen hilft hier allerdings auch nicht, denn das Internet ist voll von Menschen, bei denen es ebenso wenig funktioniert.

Bei mir klappt es aber nun, wie gesagt. Daher möchte ich mein Wissen mit euch teilen. Bei mir sind folgende Voraussetzungen gegeben:

  • Eine FRITZ!Box WLAN 3170 stellt die Internetverbindung her, die IP-Adressen für die angeschlossenen Rechner sind fest eingestellt. Die Box selbst hat die IP 192.168.178.1.
  • Mein PC hat die IP 192.168.178.2 (und als Standard-Gateway und DNS-Server die IP-Adresse der Box 192.168.178.1) und läuft für diese Aktion hier unter Windows XP.
  • Ein Nintendo DS lite und ein Nintendo Wi-Fi USB Connector.

Jetzt müsst ihr der Reihe nach diese Schritte unternehmen: Read more…

Adventure-Revival

Es ist schon viele Jahre her, da florierte das Point-and-Click-Adventure-Genre. Aus den Text-Adventures, die ihre Geschichte komplett per Text erzählt und die man durch Text-Eingabe gesteuert hatte, waren zunächst Grafik-Adventures wie die King’s Quest-, Space Quest– und Leisure Suit Larry-Reihen hervorgegangen, in deren früheren Titeln man den Protagonisten mit den Pfeiltasten durch bunte Welten steuern konnte, die aber immer noch auch über einen Text-Parser steuerbar waren. Als dann die Maus-Steuerung und die anklickbaren Verben bzw. Aktions-Icons dazu kamen, wurden Adventures zugänglich wie niemals zuvor und das ganze Genre erlebte eine Blütezeit. Allen voran die Spiele aus dem Hause Lucasfilm Games bzw. später LucasArts, die auf der sog. SCUMM-Engine (Script Creation Utility for Maniac Mansion) basierten und jahrelang Maßstäbe setzten.

Wer wie ich seinerzeit die SCUMM-Adventures kennengelernt hat, wird sie sicher auch heute noch spielen wollen, da sie einen unheimlich hohen Unterhaltungswert besitzen. Aber habt ihr schon mal versucht, die alten DOS-Spiele unter Windows XP oder Vista, ganz zu schweigen von anderen Betriebssystemen, zum Laufen zu bekommen? Die Installation läuft in der Regel problemlos durch, aber wenn es dann ans Soundkarten-Setup geht, hört der Spaß auf. DOS erlaubte den direkten Zugriff auf die Hardware, moderne Betriebssysteme tun das jedoch nicht, was zur Folge hat, dass die Installation dann im besten Fall keine Soundkarte findet und im schlechtesten Fall vom OS stumpf abgeschossen wird. Also was tun?

Die (Er-)Lösung lautet ScummVM. Dabei handelt es sich um eine virtuelle Maschine, die ursprünglich sämtliche SCUMM-basierten Adventures unter modernen Betriebssystemen zum Laufen bringen sollte. Da das Ziel mittlerweile längst erreicht ist, werden inzwischen auch alte Adventures von vielen anderen Herstellern unterstützt, außerdem wurde das Projekt auf viele unterschiedliche Hardware-Plattformen portiert. Ihr wollt Day of the Tentacle unter Linux spielen? Kein Problem. Monkey Island 2 auf der Playstation 2? Auch kein Problem. Oder doch lieber Beneath a Steel Sky auf einem iPhone? Auch das ist machbar.

Das ganze ist recht einfach einzurichten. Zuerst braucht ihr die Datendateien der Adventures. Daran kommt ihr einfach, indem ihr den jeweiligen DOS-Installer startet und ihn machen lasst, soweit es eben geht. Dann startet ihr ScummVM, klickt auf „Add Game“ und navigiert bis zu dem Verzeichnis, in dem die Datendateien jetzt liegen. ScummVM erkennt dann das Spiel und fügt es seiner Konfiguration hinzu. Das war’s, jetzt kann der Spaß losgehen. Es gibt darüberhinaus noch ein ScummVM-Tools-Paket, mit dem man evtl. auf CD vorhandene Audio-Tracks eines Spiels ins MP3-, Ogg Vorbis- oder FLAC-Format komprimieren kann, damit man die Spiele auch ohne CD anwerfen kann. Ein anderes Tool des Pakets nimmt sich die Videosequenzen von z.B. Baphomets Fluch vor und komprimiert sie ins MPEG2-Format.

Um euch mal einen kleinen Vorgeschmack darauf zu geben, was geht: Maniac Mansion, Zak McKracken, Loom, Indiana Jones and the Last Crusade, Indiana Jones and the Fate of Atlantis, Monkey Island 1-3, Day of the Tentacle, Sam & Max Hit the Road, Vollgas, The Dig, Simon the Sorcerer 1+2, Gobliiins 1-3, King’s Quest I-IV, Donald Duck’s Playground (das erste Computerspiel, das mir je begegnet ist: Nostalgie extrem!), Beneath a Steel Sky, Baphomets Fluch 1+2, Flight of the Amazon Queen, Lure of the Temptress und viele mehr, von denen ich noch nie gehört habe. Hier habt ihr eine vollständige Liste.

ScummVM wird wie schon erwähnt auf einer breiten Hardwarebasis unterstützt, damit man auch wirklich in jeder Situation alte Adventures zocken kann. Neben den obligatorischen Plattformen Windows, Linux und MacOS X gibt es aber auch noch Portierungen für PS2, PSP, Symbian OS, Windows Mobile, iPhone, Dreamcast, GameCube, Wii, Nintendo DS, GP2X, Solaris und sogar für Exoten wie AmigaOS 4, BeOS, OS/2. Und so weiter. Manche der unterstützten Adventures sind als Freeware erhältlich und können gleich mit heruntergeladen werden. Hier die komplette Liste.

Warum ich das alles schreibe? Weil ich der Ansicht bin, dass dieses Projekt breite Aufmerksamkeit verdient, weil es einige der bestmöglichen Computerspiele spielbar für die Nachwelt erhält; weil ich mich dort selbst schon mal mit Screenshots für die Homepage und Bug-Reports beteiligt habe, die dazu beigetragen haben, dass die Emulation von The Dig und Monkey Island perfektioniert wurde (und ich daher sowieso ein ScummVM-Fanboy bin); und nicht zuletzt, weil ich, wann immer möglich, das jeweils aktuelle ScummVM für das jeweils aktuelle Ubuntu Linux kompiliere und hier zum Installieren und Losspielen zum Download zur Verfügung stelle. Und dafür etwas werben will (auf ein aktuelles ScummVM aus den Ubuntu-Paketquellen muss man schließlich immer ein halbes Jahr warten). Näheres steht auf meiner Linux-Seite. Also, wenn ihr eine gute Zeit mit einer alten Computerspiele-Perle an einem kalten Herbst-Tag wollt, greift zu!

Zum Thema Flow

Vor einiger Zeit schrieb Christian, der endoflevelboss, etwas über den sog. „Flow“-Zustand beim Zocken. Es ist das Gefühl, das sicher jeder von uns kennt, das sich einstellt, wenn man spielt und spielt und spielt, weil das Spiel Spaß macht und es gerade gut läuft. Und man spielt weiter, muss sich schon gar nicht mehr hundertprozentig auf das Spiel konzentrieren und kommt am Ende trotzdem zu besten Ergebnissen. Ihr kennt das vielleicht von der Civ-Sucht oder von Tetris. Aber Christian kann das besser erklären.

Ich war jedenfalls kürzlich bei Geometry Wars: Galaxies im Flow-Zustand. Ich habe im Level Loseis des Epsilon-Systems weit mehr als hunderttausend Gegner abgeschossen, was mich glatt auf Platz 33 der weltweiten(!) Rangliste für dieses Level katapultiert hat! Guckt euch die Highscores an, es ist echt unglaublich. Kennt ihr den Flow auch aus eigener Erfahrung, bei welchen Spielen seid ihr schon mal in diesen Rauschzustand gefallen?

Meine größten Gurken – Teil 1

Habt ihr sowas auch, ein Spiel in eurer Sammlung, das, ggf. trotz Nostalgie-Bonus, so richtig schlecht ist? Ich habe da so einige, die mir aber größtenteils in meinen frühen Zocker-Jahren untergekommen sind. Denn selbstverständlich ist nicht jedes Spiel genial, nur weil es der guten alten Zeit entstammt. Nein, es gibt eine Menge Gurken. Und meine allergrößte Gurke ist zweifellos das Amiga-Spiel Quantox.

Ich habe es seinerzeit in einem Einkaufszentrum in einem Foto-Fachgeschäft(!), das auch Amiga-Hard- und Software führte, für vermutlich 5 oder 10 DM erworben. Ich glaube, ich besitze es nur, weil ich zu der Zeit mal wieder ein neues Spiel wollte und wohl gerade nichts Besseres aufzutreiben war. Die Box-Art, die weitgehend diesem Titelbildschirm entsprach, sah ja auch in gewisser Weise interessant aus, wenn man sich für SciFi begeistern kann. Also habe ich es mal mitgenommen. Vor dem Spiele-Kauf Testberichte lesen oder anderweitig Infos über ein Spiel einholen? Nie gehört. War ohne Internet aber ja auch gar nicht so leicht, schon gar nicht bei Budget-Titeln.

Da sitzt man also vor seinem Bildschirm, den Joystick in der Hand, betrachtet das Titelbild, denkt sich „Sieht ja schon mal gar nicht so schlecht aus“ und drückt den Feuerknopf, um in ein Spiel versetzt zu werden, das mit dem Titelbild in keinster Weise irgendetwas zu tun hat. Es handelt sich um ein nicht-scrollendes Shoot’em Up. Man sitzt in einem kleinen, runden Schiff, das als Waffe weiße Pixel in eine von acht möglichen Richtungen schießt. Von den Seiten kommen dann nacheinander grüppchenweise Gegner ins Bild geflogen, die man einmal mit einem Schuss treffen und anschließend rammen muss. Gelegentlich kann man Power-Ups aufschnappen, die temporär irgendwelche Fähigkeiten verbessern. Und wenn man nach einigen Levels genug Kohle gesammelt hat, kommt man in einen Shop, der von einem Cyborg betrieben wird, der fast aussieht wie 2-1B. Dort kann man sich dann weitere Upgrades kaufen.

Alles in allem ist dieses Spiel ziemlich unspektakulär und wäre, ohne den C64 schlecht reden zu wollen, sicher auch problemlos auf dieser Hardware möglich gewesen. Hätte ich dafür mehr als 10 DM ausgegeben, hätte ich mich sicher im nachhinein verflucht. Aber da das Spiel inzwischen schon 20 Jahre alt ist, ist der Trash-Faktor auch nicht zu verachten. Außerdem hat es laut Box nur 32 Levels. Vielleicht spiele ich es doch noch mal durch, wenn mir extrem langweilig ist?

Retro-Spektive 2008 – der Rückblick

Wie angekündigt war ich auch dieses Jahr auf der Retro-Spektive zu Besuch. Und es hat sich wieder mal gelohnt! An vielen der ausgestellten, teils antiken, teils modernen Konsolen und Heimcomputer konnte man selbst zocken. Weiter unten präsentiere ich die Fotos, die ich diesmal geschossen habe. Die Konsolen und Computer, die letztes Jahr schon vertreten waren, habe ich diesmal (mit Ausnahmen) weggelassen.

Direkt am Eingang stand der Pong-Automat vom letzten Jahr, allerdings ausgeschlachtet und mit Luftballons geschmückt. Zum Zocken weniger geeignet, aber so konnte man von draußen gleich erkennen, was drinnen los ist. Hinter der Eingangstür konnte man wieder jede Menge 8- und 16-Bit-Module für Sega- und Nintendo-Konsolen im Tausch gegen Euros erwerben. Da waren eine Menge Perlen dabei, leider zum größten Teil ohne Originalverpackung und Anleitung, was zumindest für mich aber zum Gebrauchtspiele-Kauf immer dazu gehört.

Weiter drinnen war dann wieder alles mit Konsolen und Computern vollgestellt. Ich bin erst mal in den 16-Bit-Raum, wie man ihn eigentlich nennen könnte, gegangen. Dort stand u.a. ein Super Nintendo im Verkaufsdisplay vom letzten Jahr, auf der Konsole lief diesmal aber Super Mario World. Da konnte ich nicht widerstehen und hab’s einfach mal eben durchgespielt (was wahrscheinlich unter 10 Minuten gedauert hat, denn der vorige Spieler war schon bis zu den Donut Plains gekommen). Daneben habe ich zum ersten Mal eine PC Engine/Turbografx begutachten können. Dragon Spirit, das darauf lief, kann man übrigens auch für die Virtual Console der Wii runterladen. Dann bin ich zu einem Amiga 500 gegangen, auf dem International Karate + lief und habe getestet, bis zu welchem Gürtel ich es heute wohl schaffen würde. Ein anderer Besucher hat sich dann zu mir gesetzt und wir haben zu zweit gezockt. Er fragte mich dann, ob mir an der Steuerung irgendwas auffallen würde, was ich verneinte. Er wies mich dann darauf hin, dass unsere Joysticks gerade an einem Prototyp eines RForce-Geräts hingen, was mir gar nicht aufgefallen war. Das ist ein Gerät mit RF-Sender an den Joysticks und RF-Empfänger am Computer zum quasi kabellosen Zocken für Commodore-, Amiga- und Atari-Computer (mehr Infos unter www.joca-tech.de). Wenn irgendeine Latenz vorhanden war, habe ich sie jedenfalls nicht bemerkt.

Daneben lag doch tatsächlich ein waschechter Minimig zur allgemeinen Betrachtung aus. Das ist ein in Hardware emulierter Amiga 500 mit PS/2-Anschlüssen für Maus und Tastatur, mit Klinkenstecker-Anschluss für Kopfhörer oder Lautsprecher, mit zwei Anschlüssen für Amiga-Mäuse und -Joysticks, einer 9poligen seriellen Schnittstelle, einem VGA-Anschluss für PC-Monitore und einem Slot für MMC-/SD-Karten, auf dem die ADF-Dateien abgelegt werden. Ich spiele mit dem Gedanken, mir selbst mal so ein Teil zuzulegen. Aber vielleicht warte ich noch ein paar Hardware-Revisionen ab.

In der Ecke des 16-Bit-Raums stand ein Neo Geo CD, auf dem Double Dragon lief. Gegenüber war ein Kleinod von Mr. Atari angeschlossen: ein Motorrad-Controller von Atari, der ein paar Motorrad-Spiele eingebaut hatte. Durch Drehen des rechten Griffs konnte man Gas geben. Warum ist dieses Teil eigentlich von Motorrad-Rennspiele-Herstellern nie wieder aufgegriffen worden? Auf dem gleichen Tisch waren haufenweise Spiele, Konsolen und Zubehör aus dem Atari Shop bzw. dem Retro-Gameshop aufgereiht, die auch wieder käuflich erwerbbar waren, u.a. das panzerfaustartige Nintendo Scope.

Mein persönliches Highlight im großen Raum daneben war wieder das Vectrex. Ich glaube, eine derart ruckelfreie Vektor-Grafik hat es seitdem nicht mehr gegeben, was daran liegt, dass hier die CPU direkt die eingebaute Bildröhre ansteuert. Hätte das Vectrex um ein Vielfaches mehr an Rechenleistung, dann wären die aktuellen Geometry Wars-Spiele eigentlich wie geschaffen für diese Konsole.

Ein weiterer Raum, weitere Geräte: es gab ein Commodore CDTV zu bestaunen und ein Amiga CD32, neu dabei war auch ein Atari Jaguar mit Tempest 2000 und ein Philips CD-i mit Defender of the Crown. Außerdem Nintendos bis heute totgeschwiegener, größter Flop: der Virtual Boy. Und in der Ecke des Raums gab es jede Menge gebrauchte Konsolenspiele zu kaufen. Ich hätte mir fast Pikmin für den GameCube gekauft, habe mich dann aber doch dagegen entschieden. Vielleicht ein andermal.

Ansonsten gab es noch neuere Konsolen wie die PS1, die PS2, ein Nintendo 64, ein Sega Saturn, ein Sega Dreamcast, eine X-Box, ein GameCube und eine X-Box 360, an der u.a. Rock Band gespielt wurde. Aber außer Wave Race 64 auf dem N64 hat mich das alles nicht so interessiert, war alles viel zu neu (oder ich habs selbst zu Hause stehen). Teufelszeug.

Um das hier zu einem Abschluss zu bringen: ich hoffe doch sehr, dass die Retro-Spektive nächstes Jahr wieder am Start ist. Ich wäre auf jeden Fall dabei!

Wii SNES RetroPort – ein Erfahrungsbericht

Wii SNES RetroPort - frisch aus dem BriefkastenEs wurde mal wieder Zeit für neue Hardware. Nachdem ich vor einiger Zeit schon den Super SmartJoy-Adapter getestet habe, mit dem man ein Super Nintendo-Gamepad per USB an einen PC anschließen kann, bin ich kürzlich über den Wii SNES RetroPort gestolpert – einem Adapter, mit dem man SNES-Gamepads in die Wii (oder den GameCube) stöpseln kann, für ein authentischeres Spielgefühl beim Zocken von Virtual Console-Titeln.

Das Teil kann man direkt beim Hersteller für 19 US$, Versand nicht mit eingerechnet, bestellen. Da aber der €-$-Wechselkurs zur Zeit ja ziemlich günstig ist, zahlt man für alles nicht viel mehr als 20 €. Und es lohnt sich wirklich! Ich habe den Adapter direkt mit Super Castlevania IV auf der Virtual Console getestet. Er funktioniert anstandslos, weder der SNES- noch der GameCube-Stecker wackelt. So habe ich Super Castlevania IV dann auch direkt mal durchgespielt. Man kann also SNES-Spiele zocken, als ob man vor einem echten Super Nintendo sitzen würde. Ein weiterer Vorteil: da man den Classic Controller, der ja an die Wiimote angeschlossen wird, nicht verwenden muss, braucht man auch keine Batterien. Wenn man sowieso mehr VC-Spiele als richtige Wii-Spiele spielt, kann man daher mit der Zeit eine Menge Geld sparen.

Ich hatte überlegt, ob ich mir vom Hersteller auch direkt einen NES-Gamepad-Adapter für Wii kaufen soll, habe mich dann aber doch dagegen entschieden. Das macht vielleicht Sinn, wenn man ausschließlich NES-, TurboGrafx-, C64-, Master System- oder Mega Drive-Spiele, die nur 2 Tasten benötigen, zocken will. Beim Rest sieht man dann aber alt aus. Der SNES RetroPort deckt hingegen alles ab, was keinen Analog-Stick benötigt.

Jetzt bin ich bestens gerüstet für den Release von Super Turrican 2 und Super Mario RPG: Legend of the Seven Stars, die offenbar irgendwann in den nächsten Monaten erscheinen sollen…

Turrican has left the building

Die Gegner-Galerie aus Super Turrican für VCAlle Welt spielt GTA4. Ich spiele Secret of Mana! Und immer mal wieder ein Spiel für die Virtual Console.

Dass ich das noch erleben darf. Völlig unverhofft ist vor einigen Wochen Super Turrican, gefolgt von Mega Turrican für die Virtual Console erschienen. Und als ob das nicht schon Grund genug zur Freude wäre: bei beiden wird quasi Bonusmaterial mitgeliefert!

Habe ich mich früher schon beklagt, dass VC-Spiele den Nachteil haben, dass die mitgelieferten Spiel-Anleitungen aus nicht viel mehr als einer Erläuterung der Tastenbelegung bestehen, gibt es in den Anleitungen von Super und Mega Turrican jetzt eine Gegner-Galerie! Dort sind die grafisch eindrucksvollsten Gegner in einer netten Collage in doppelter Bildschirmhöhe zusammengeklatscht worden. Das ist mit den teilweise liebevoll aufgemachten Anleitungen der Original-Spiele nicht zu vergleichen, aber doch eine schöne Abwechslung vom Einheitsbrei.

Aber der wahre Knüller kommt ja erst noch! Auf den Fotos links seht ihr die Gegner-Galerie von Super Turrican. Turrican-Kennern wird auffallen, dass dort Gegner zu sehen sind, die in ST nirgends auftauchen! Die Rede ist z.B. von dem grünen Kopf links oben, dem riesigen Mode 7-Gesicht links unten und diesem roten Typen mit den vier Armen rechts unten. Beim ersten Betrachten dachte ich mir „das sind vielleicht Gegner aus Mega Turrican, Factor 5 hat wahrscheinlich in beide VC-Turricans die gleiche Gegner-Galerie eingebaut“. Aber weit gefehlt, die Gegner-Galerie in Mega Turrican sieht völlig anders aus und enthält auch nur bekannte MT/T3-Gegner. Also woher kommen diese zusätzlichen Monster?

Eine mögliche Antwort habe ich ein paar Tage später im Netz aufgetan. Laut vc-reviews.com geht das Gerücht, dass diese Viecher aus einer früheren Version des Spiels stammen. Nintendo soll aber von Factor 5 verlangt haben, das Spiel auf eine kleinstmögliche SNES-Cartridge zu quetschen, wodurch diverser Inhalt des Spiels weggekürzt werden musste. Und es sei wohl nicht unmöglich, dass das komplette Spiel als „Super Turrican – Director’s Cut“ für die Virtual Console veröffentlicht werden könne.

Schaut man auf der Homepage von Factor 5 nach, bekommt man dieses Gerücht sogar teilweise bestätigt! Dort kann man nachlesen, dass ST auf einer 4 MBit-Cartridge ausgeliefert werden sollte, nachdem es schon als 6 MBit-Titel fertiggestellt war. Dadurch mussten nicht nur einige Grafiken entfernt werden, sondern auch ein kompletter Level und eine Zusatzfähigkeit der Beam-Waffe. Aber irgendwo, auf einer vergessenen Diskette, könne wohl noch der „Super Turrican – Director’s Cut“ existieren. Leider kein Wort davon, dass der Release des Director’s Cut geplant oder auch nur angedacht ist. Man kann also nur das beste hoffen.

Dr. Mario heilt wieder

Nintendo kommt umsatzmäßig dank Wii und DS derzeit wieder an die 90er Jahre heran, als der Markt noch unter Nintendo und Sega aufgeteilt war. Allerdings bieten sowohl Sony als auch Microsoft für ihre aktuellen Konsolen kostenpflichtige Spiele-Download-Dienste an. Mit sowas hatte Nintendo bisher keine Erfahrung.

Aber das ändert sich jetzt, denn Nintendo hat vor einer Woche seinen neuen Download-Dienst „WiiWare“ in Europa gestartet. Dort gibt es neue Spiele zum Download, die preismäßig zwischen NES- und N64-Titeln für VC liegen. Na gut, bis auf Final Fantasy Crystal Chronicles – My Life as a King, das 1500 Wii-Punkte kostet. Hier haben auch Entwickler mit schmalem Budget die Chance, ihre Spiele unters Volk zu bringen, damit Geld zu verdienen und sich die Kosten für den Vertrieb weitgehend zu sparen. Was aber natürlich sofort meine Aufmerksamkeit geweckt hat, ist ein anderer Launch-Titel: Dr. Mario & Bazillenjagd (erhältlich für 1000 Wii-Punkte).

Dieses Kleinod basiert zunächst mal auf dem allseits bekannten Gameplay von Dr. Mario für Game Boy und NES. In ein großes Glas voller bunter Viren schmeißt Dr. Mario (oder wahlweise euer Mii) verschieden farbige Pillen, mit denen die Viren so ähnlich wie bei Tetris gekillt werden müssen. Ist das Glas leer, geht’s ein Level weiter mit noch mehr Viren. Auch hier gibt es den launigen Zweispieler-Modus: schafft man es, eine Kette von mehreren Viren-/Pillenkombinationen in einem Rutsch aufzulösen, fällt beim Gegenspieler Pillenmüll ins Glas, das ihn in seiner Arbeit behindert. Wer zuerst alle Viren vernichtet, gewinnt. Read more…

Ausnahmezustand im Hause RetroZocker

Super Mario Galaxy

Sehr geehrte Kundschaft. Auch im Leben eines RetroZockers gibt es mal einen Punkt, an dem mal wieder ein brandneues, zeitgemäßes Spiel ins Haus kommen muss. So ein Tag ist heute.

Was ihr da oben seht, ist ein Foto unseres Fernsehers. Hieß es nicht, dass Super Mario Galaxy erst morgen am 16.11.07 erscheinen soll? Offensichtlich muss man nur den richtigen Laden erwischen, um das Spiel schon einen Tag vor dem Release abgreifen zu können. Und ich hatte Glück, es waren nur noch drei Exemplare da. Herrlich. Auf Super Mario-Jump’n’Runs stand ich schon immer, daher ist dieses Spiel ein absoluter Pflichtkauf, der ausnahmsweise schon direkt am (bzw. einen Tag vor dem) Release-Tag ins Haus muss.

Das war’s erst mal von mir. Ich muss noch meine Nintendo-Sterne für das Spiel einlösen, die Spiel-Anleitung lesen (ich mach das grundsätzlich vor jedem Spiel, ist so eine Eigenart von mir) und dann wird gezockt. Auf diesen Zwei-Spieler-Modus bin ich mal gespannt. Meine Freundin steht schon bereit, denn trotz aller Skepsis wegen Geld-Ausgebens ist sie sicher auch ein bisschen neugierig.

Was man am schwarzen Brett so findet…

Meine neue Amiga 500-Ausrüstung Da sitzt man abends nichts-ahnend vor dem Rechner und liest Spieleblogs, als die Freundin plötzlich meint „am Schwarzen Brett von bremen.de verkauft jemand einen Amiga 500„. Das ließ mich natürlich hellhörig werden, vor allem, da die Ausstattung nicht zu verachten war und das Gesamtpaket zum Schnäppchenpreis angeboten wurde.

Kurz gesagt: ich bin jetzt im Besitz eines brandneuen Amigas in ziemlich gutem Zustand, wenn man sein Alter bedenkt. Und es ist alles dabei, was man sich zum Zocken nur wünschen kann: 1 MB RAM, ein Dauerfeuer-Joystick, ein externes 3,5″-Disk-Laufwerk, ein ordentlicher Monitor, eine funktionierende Maus, eine A590-Festplatte mit gigantischen 20 MB Kapazität und drei Diskettenboxen voll mit… äh… Disketten. Jetzt werdet ihr sagen „aber der hat doch schon einen Amiga, was will der mit noch einem?!“. Schon richtig, allerdings funktionierten bei meiner alten Amiga-Hardware einige Teile schon nicht mehr, z.B. die linke Maustaste, die Festplatte oder die Batterie der batteriegepufferten Uhr. So hatte ich jetzt also die Gelegenheit, die jeweils besseren Teile beider Ausrüstungen zusammenzufügen. Das Ergebnis seht ihr auf dem Foto. Obwohl er keinen Dauerfeuer-Schalter hat, habe ich natürlich zuerst meinen alten Original-Competition Pro angeschlossen sowie die neue Maus, mein altes Disk-Laufwerk und den neuen Monitor. Die Festplatten waren beide unbenutzbar, aber seitdem ich das Gehäuse meiner alten A590 komplett auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt habe, läuft die Platte seltsamerweise wieder.

Dass die Platte wieder läuft, ist ein echter Glücksfall: jetzt kann ich nämlich mein zusammengefrickeltes Datenübertragungskabel (USB auf der PC-Seite, seriell 9polig auf der anderen Seite, gekoppelt mit einem Adapter für seriell 9polig auf 25polig, gekoppelt mit seriell 25polig an dem Adapter und auf der anderen Seite am Amiga) nutzen, um ADF-Images vom PC auf den Amiga und von dort auf Disketten oder, andersrum, von Amiga-Disketten als ADF-Images auf den PC zu kopieren. Auf Amiga-Seite benutze ich dazu ein Terminal-Programm, das in der Lage ist, Binär-Daten zu übertragen; auf PC-Seite das DOS (!)-Terminal-Programm der Wahl „Terminate 5.00“ in einem Shell-Fenster unter Windows Vista (!!) über einen emulierten (!!!) COM-Port. Unglaublich, funktioniert aber trotzdem.

Außerdem habe ich mir noch bei eBay einen A520-TV-Modulator besorgt, mit dem ich den Amiga an unseren Fernseher anschließen kann und dabei nicht auf ein Farbbild verzichten muss. Das Teil ist gestern angekommen und ich habe ihn direkt mal mit Turrican getestet. Das war ein wunderbares Retro-Erlebnis, kann ich euch sagen. Ich habs gespielt und gespielt… und durchgespielt. Im Anschluss habe ich noch alle vier Flipper-Tische von Pinball Dreams bearbeitet, auch das kommt am großen TV-Bildschirm richtig gut.

Und als nächstes kommt Turrican II dran… pass auf, Machine, Bren McGuire ist wieder da…

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